Vision
Eine einheitliche und kompatible Lösung für die Verwaltung
Im Sinne der Registermodernisierung bzw. Einführung einer Vertragsmanagementlösung könnte ein einheitliches digitales Ökosystem geschaffen werden. Ziel ist keine weitere Insellösung, sondern eine verlässliche Grundlage, auf der Fachverfahren, E-Akten, Kernregister und sichere Kommunikationswege sinnvoll zusammenspielen.
Eine solche Architektur ermöglicht standardisierte Schnittstellen, klare Datenmodelle und verbindliche Arbeitsweisen über kommunale Grenzen hinweg. Die Datenhaltung kann dezentral erfolgen, während ein gemeinsames semantisches Modell – beispielsweise nach XÖV-Standards – dafür sorgt, dass Informationen einheitlich interpretiert und verarbeitet werden können.
Zentrale DatenplattformJede Kommune nutzt dieselbe technische Plattform für E-Akten, Datenmanagement und Kommunikation. Schnittstellen sind über standardisierte APIs, zum Beispiel OSCI, REST oder XML, geregelt. Die Datenhaltung erfolgt dezentral, aber in einem gemeinsamen semantischen Modell.
Einheitliche Fachsoftware mit modularer StrukturAlle Kommunen eines Landkreises verwenden dieselbe Grundsoftware, zum Beispiel für Meldewesen, Ausländerrecht oder Passwesen. Fachverfahren greifen auf gemeinsame Kernregister zu, etwa Personen-, Adress- oder Unternehmensregister.
Automatisierte Datenflüsse mit KI-UnterstützungKünstliche Intelligenz übernimmt Aufgaben wie Dublettenprüfung, Datenvalidierung und Prozessrouting. Prozessautomatisierung unterstützt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter administrativ.
Zentrale Vergabe und Steuerung auf LandkreisebeneAusschreibungen erfolgen über den Landkreis zentral, um gleiche Softwarestandards, Support und Schulung sicherzustellen. Eine übergeordnete Digitalisierungsstelle steuert Datenschutz, IT-Sicherheit und Schulungen.
Digitale Signatur und e-Akte als verbindliche ArbeitsgrundlageAlle Dokumente und Vorgänge werden revisionssicher digital geführt. Digitale Signaturen, qualifiziert nach eIDAS-Verordnung, gewährleisten Rechtssicherheit.